Drei Ebenen, drei sehr unterschiedliche Abende
Zwischen Gastraum, Bar und Salon liegen jeweils nur ein paar Stufen – und trotzdem sind es drei getrennte Orte mit eigenem Tempo.
Ein Haus mit drei Ebenen, zwei Minuten vom Markt. Unten wird gekocht, im ersten Stock steht die Bar, und ganz oben liegt ein kleiner Salon, der erst spät am Abend öffnet.
Zwischen Gastraum, Bar und Salon liegen jeweils nur ein paar Stufen – und trotzdem sind es drei getrennte Orte mit eigenem Tempo.
Acht Gerichte, mittwochs gewechselt. Nichts wird vorproduziert, und was nicht überzeugt, kommt gar nicht erst auf die Karte.
Klassiker, drei eigene Mischungen und Weine von zwei Betrieben an der Saale. Süß wird bei uns nichts.
Zwei Tische, ab 21:00 Uhr geöffnet, Zutritt ab 18 Jahren. Im Casino stehen keine Automaten, es läuft keine Musik und es hängt kein Bildschirm an der Wand.
Wir vergeben keinen Platz zweimal. Das kostet Umsatz und erspart unseren Gästen den mahnenden Blick um Viertel nach neun.
Im Bar-Geschoss, mit fester Auswahl und einer Absprache mindestens eine Woche vorher.
Haltestelle Markt, Ausgang Katharinenstraße. Parkhaus Hainspitze liegt fünf Gehminuten entfernt.
Eine Küche mit fünf Personen kann keine dreißig Gerichte sauber halten. Deshalb ist unsere Karte kurz, wechselt oft und richtet sich nach dem, was am Vormittag tatsächlich zu bekommen war.
Die gleiche Regel gilt für die Bar und für den Salon: lieber wenige Dinge, die verlässlich funktionieren, als ein Angebot, das gut aussieht und im Betrieb auseinanderfällt.
Kurze Karte, klare Ansage, alles auf den Punkt gekocht. Dass man den Tisch für den ganzen Abend behält, merkt man sofort an der Stimmung.
Wir waren nur an der Bar und wurden trotzdem behandelt wie Gäste, die drei Gänge bestellt haben. Das ist selten geworden.
Oben im Salon war es angenehm ruhig. Die Regeln wurden vorher erklärt, die Grenzen hingen sichtbar am Tisch – so soll das sein.
Zweimal dort gewesen, zweimal eine völlig andere Karte. Genau deshalb kommen wir wieder.